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Reizdarmsyndrom

Aufklärung zum Reizdarmsyndrom

Aufklärung im Rahmen der Vortragsreihe „Moderne Medizin in Ihrer Nähe“

Über neue Erkenntnisse bezüglich des Reizdarmsyndroms sprach Chefarzt Dr. Christof Weitzel im Rahmen der Vortragsreihe „Moderne Medizin in Ihrer Nähe“ an der Kreisklinik Mindelheim. Es gibt niemanden, der Bauchschmerzen nicht kennt und äußerst häufig sind sie Grund eines Arztbesuchs. Oft verschwinden sie plötzlich aber ab und an sind die Beschwerden lang anhaltend und kehren immer wieder zurück. Grund kann das Reizdarmsyndrom sein. Bei dem Reizdarmsyndrom handelt es sich um chronische abdominale Beschwerden sowie Stuhlunregelmäßigkeiten. Eine nachweisbare Ursache gibt es in der Routinediagnostik nicht. So kommt es, dass die Diagnose, die als Ausschlussdiagnose gilt, sehr aufwendig und schwierig ist. Blähungen, Verstopfungen, Durchfall, Schmerzen und andere Beschwerden über Monate hinweg mindern die Lebensqualität stark. Sorge und Angst sind es, die die Betroffenen dann zum Arzt treiben, so Pressemeldungen-Bayern.de in einer Meldung.

Viele Ursachen – eine Diagnose

Eine Störung von Darmflora, Darminnervation oder Darmaktivität, psychische Probleme – die Ursachen des Reizdarmsyndroms können sehr unterschiedlich sein. Gerade die Psyche ist nicht zu unterschätzen, denn bei vielen Menschen reagiert der Darm auf das psychische Wohlbefinden. Daher sind häufig auch ehrgeizige und leistungsorientierte Menschen betroffen. Über die Krankengeschichte des Betroffenen kann der Arzt organische Ursache ausschließen, indem er Muster der Beschwerden erkennt und so symptomabhängig Differenzialdiagnosen ausschließt. Auf diese Weise wird der Patient beruhigt. Gleichzeitig werden Behandlungserfolge und langfristige Verbesserungen im Bezug auf das Krankheitsmanagement erzielt. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Patient und behandelndem Arzt.

Therapie Reizdarmsyndrom – viele Wege versprechen Erfolg

Wurde das Reizdarmsyndrom diagnostiziert, so steht eine Therapie an, die sehr unterschiedliche Bereiche umfasst. Äußere Einflüsse, darunter privater, beruflicher oder schulischer Stress müssen ebenso beseitigt werden wie Schlaf- und Bewegungsmangel. Auch eine Behandlung der inneren Einflüsse ist nötig, wobei die psychotherapeutische Behandlung ebenso wenig wie die psychiatrische vernachlässigt werden darf. Auch unterschiedliche Ernährungsaspekte müssen geklärt werden. Ziel ist es, durch die symptomorientierte medikamentöse Behandlung die Symptome zu lindern. Eine ausprobierende Therapie ist erlaubt. Immer neue Therapieoptionen machen es zusätzlich möglich, die Behandlung zu erweitern. Eine einheitliche Therapie gibt es dabei nicht, denn das Reizdarmsyndrom äußert sich von Patient zu Patient auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Auch wenn die Lebensqualität der Betroffenen durch das Reizdarmsyndrom stark eingeschränkt werden kann, handelt es sich hierbei keinesfalls um eine lebensbedrohliche Erkrankung.

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