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Pollen-Allergiker

Pollenallergiker reagieren auf Nahrungsmittel

Auch in der pollenfreien Zeit bleiben Allergiker oft nicht verschont

Die warme Zeit des Jahres ist die Zeit der Pollen. Für Allergiker ist das eher unerfreulich. Doch auch in den pollenfreien Jahreszeiten können Allergiker nicht immer durchatmen. Lifeline.de berichtete über diverse Nahrungsmittel, auf die Pollenallergiker unter Umständen reagieren.

Ähnliche Eiweißbausteine verursachen Kreuzreaktionen

Der Grund für allergische Reaktionen sind bestimmte Eiweißbausteine. Ähneln sich diese Eiweißbausteine in Nahrungsmitteln und Pollen, so kommt es vor, dass ein Allergiker, der auf Pollen reagiert, ebenfalls auf das Nahrungsmittel mit den ähnlichen Eiweißbausteinen reagiert. Man spricht dann von einer Kreuzkreation. Bei einer Kreuzreaktion kommt es beispielsweise vor, dass ein Birkenpollenallergiker ebenfalls allergisch gegen Nüsse ist. Der Körper reagiert dann in der Regel sehr schnell, nachdem dass entsprechende Nahrungsmittel verzehrt wurde. Vermieden werden kann dies, indem auf diese Lebensmittel verzichtet wird. Aber nicht jeder Pollenallergiker reagiert auf Lebensmittel und natürlich auch nicht auf die gleichen. Grundsätzlich könnte er auf jedes Nahrungsmittel reagieren, wobei auch einige individuelle Faktoren eine wichtige Rolle spielen. Es gibt aber durchaus Nahrungsmittel, die ein höheres allergenes Potenzial aufweisen, als andere und bei denen des Öfteren Kreuzreaktionen auftreten. So kommt es häufig vor, dass Birkenpollenallergiker auf Kern-, Steinobst und Nüsse reagieren, während Menschen, die auf Beifußpollen allergisch sind, eher empfindlich auf Artischocken, Sellerie, Möhren, Tomaten, Paprika, Gurken und Melonen, sowie die Gewürze Pfeffer, Koriander, Anis und Zimt reagieren. Andere Kreuzallergien treten häufig bei Gräsern oder Roggen in Verbindung mit Sojamehl oder auch Erdnüssen auf.

EU-Richtlinie sorgt für mehr Sicherheit beim Lebensmittelkauf

Die pollenabhängige Nahrungsmittelallergie ist die am häufigsten vorkommende Nahrungsmittelallergie. Aus wissenschaftlicher Sicht kommt es bei etwa 2 Prozent der Erwachsenen und 2 bis 8 Prozent der Kinder zu Nahrungsmittelallergien, Tendenz in Europa steigend. In Nordeuropa und Zentraleuropa leiden die Betroffenen überwiegend an der Birkenpollenallergie. Problematisch sind die Nahrungsmittelallergie und natürlich auch die Pollenallergie für die Betroffenen vor allem dann, wenn bei Lebensmittel nicht alle Inhaltstoffe angegeben werden. Seit November 2005 sind die Hersteller aufgrund einer EU-Richtlinie aber zur Allergenkennzeichnung bei verschiedenen Produktgruppen und den Erzeugnissen daraus verpflichtet, sodass Allergiker ganz genau darauf achten können, keine für sie gefährlichen Produkte zu verzehren. Auch Bestandteile, die nur in sehr geringen Mengen im Produkt enthalten sind, müssen gekennzeichnet werden. Ausgenommen von diesen Regeln sind lose Waren und die Gerichte auf einer Speisekarte. Wer also ganz sicher sein möchte, der sollte nachfragen oder auf Fertigprodukte verzichten und seine Nahrungsmittel selbst zubereiten.

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