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Reizdarmsyndrom

Schluss mit Mythen über Allergien

Allergien – neue Erkenntnisse

Nicht immer sind Allergien so komplex, wie sie scheinen, was im Einzelfall ein Vorteil für Betroffene sein kann. Denn ein rigoroser Verzicht bei Lebensmittel-Allergien ist damit nicht immer nötig. Manchmal sind es nur einzelne Bestandteile, die eine Unverträglichkeit verursachen. Für die Betroffenen ist es besonders wichtig zu erfahren, dass sich ihnen Alternativen bieten. Ein Beispiel dafür ist die Kuhmilch. Wer auf Kuhmilch allergisch reagiert, muss nicht automatisch auch auf die Milch anderer Tiere reagieren. Diese Erkenntnis kann den Verzicht auf Milch im Allgemeinen überflüssig machen und Mangelerscheinungen vorbeugen. Lebensmittelunverträglichkeiten oder –Allergien können Hinweise auf Kreuzreaktionen geben. Denn nicht selten geht eine Apfelallergie auch mit Allergien gegen andere Früchte der Gruppe Rosaceen einher. Dazu gehören Mandeln, Aprikosen, Pflaumen und Pfirsiche, aber auch Erdbeeren. Trotzdem können Allergien immer noch sehr individuell sein. Deshalb gibt es Spezialisten, die in der Lage sind, die Nahrungsmittel zu identifizieren, die für eine allergische Reaktion verantwortlich sind. Gleichzeitig können sie Ersatzspeisen benennen, so Wissenschaft aktuell.

Missverständnisse und Mythen rund um die Allergie

Mit Allergien gehen auch viele Missverständnisse und Mythen einher. Ein Beispiel ist die Allergie gegen künstliche Farbstoffe. Denn Fakt ist, dass es keine wissenschaftlichen Nachweise gibt, die einen Zusammenhang zwischen Allergien und künstlichen Farbstoffen belegen. Selbst die Behauptung, Kinder unter einem Jahr sollten nicht mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, die hochgradig allergieauslösend sind, ist nicht mehr beständig. Im Gegenteil: Ergebnisse belegen, dass der Kontakt mit solchen Lebensmitteln die Toleranz fördert. Ein anderer Problempunkt sind hypoallergene Katzen und Hunde für Allergiker. Denn es gibt keine hypoallergenen Rassen, die keine oder nur wenige Allergene absondern. Jedoch ist es so, dass manche Rassen für manche Allergiker eher verträglich sind. Im Bezug auf das Impfen ist eine Impfung auch bei einer Allergie gegen Eier unbedenklich. Anders ist das allerdings bei einer Allergie gegen Gelatine, denn diese wird in vielen Impfstoffen als Stabilisator genutzt. Allergische Reaktionen sind also definitiv möglich. Doch zum Glück sind Gelatineallergien sehr selten.

Angstfaktor: Insektenstich

Allergien gegen Insektengift sind relativ häufig und gefährlich. Umso größer ist die Angst der Betroffenen vor einem Insektenstich. Teilweise treten aufgrund dieser Ängste sogar Depressionen auf. Hier ist eine Hyposensibilisierung eine Möglichkeit, die Allergie zu bekämpfen und lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen vorzubeugen. Mit der Hyposensibilisierung können zudem Anspannung und Depressionen gelindert werden. Bei dem Verdacht auf eine Allergie – egal welcher Art – sollte unbedingt ein Allergologe aufgesucht werden. Dieser ist in der Lage, die Situation sachgerecht einzuschätzen, aufklärende Tests durchzuführen, eine zuverlässige Diagnose zu stellen und eine entsprechende Behandlung durchzuführen.

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