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Fruktoseintoleranz – Ein Name, zwei Störungen

Wenn von Fruktoseintoleranz die Rede ist, wird meistens die Fructose-Malabsorption gemeint. Hier fehlen die Fructose Transporter (GLUT-5). Bei der hereditären Fructoseintoleranz, auch als HFI bezeichnet, ist die Ursache ein genetisch bedingter Enzymdefekt. Beide Formen der Fruktoseintoleranz haben ähnliche Symptome.
Wie man sie dennoch voneinander unterscheiden kann, beschreibt die Seite die-intoleranzte-isi.de.

Die Fruktose-Malabsorption

Bei einer Fructose-Malabsorption fehlt dem Körper des Betroffenen der Fruktose-Transporter GLUT-5. Dieser Transporter wird sorgt im Dünndarm dafür, dass der Fruchtzucker ausreichend aufgenommen werden kann. Die Ursache für den Mangel an GLUT-5 kann genetisch bedingt sein. Doch auch Stress und Entzündungen können diesen Mangel auslösen oder vorhandenen Mangel vergrößern. Eine weitere Ursache für die Fruktose-Malabsorption ist die Einnahme von Antibiotika. Die dadurch geschädigte Darmschleimhaut kann den Fruchtzucker nicht mehr genügend aufnehmen. Das verursacht verschiedene Symptome.

Die Symptome der Fruktose-Malabsorption

Vielfältige Symptome deuten auf eine Fructose-Malabsorption hin. Dazu gehören:

• Abgeschlagenheit
• Bauchkrämpfe
• Blähungen
• Durchfall
• Erbrechen
• Reflux
• Übelkeit
• vermehrte Darmgeräusche
• Verstopfung

Eine Selbstdiagnose ist sehr unsicher, denn Fruktose ist in vielen Nahrungsmitteln enthalten, zum Beispiel auch in Getreide. Der Gang zum Arzt ist angezeigt. Er führt einen Atemtest durch, der Gewissheit bringt.
Besteht der Verdacht auf Fruktoseintoleranz bei einem Kind, wird der Arzt eine Untersuchung auf hereditäre Fructoseintoleranz (HFI) durchführen. Das ist wichtig, um gesundheitliche Schädigungen durch den Atemtest auszuschließen.

Die hereditäre Fruktoseintoleranz (HFI)

Diese Form der Fruktose-Unverträglichkeit tritt sehr selten auf. Sie hat ihre Ursache in einem genetischen Defekt. Bleibt sie unerkannt, können bleibende Schäden auftreten. Außer den Symptomen der Fruktose-Malabsorption treten weitere Störungen auf. Davon sind zum Beispiel die Nieren und die Leber betroffen. Auch Unterzuckerung, Zittern und Krampfanfälle gehören zu den Erkennungszeichen.
Betroffene vertragen Saccharose nicht. Sie ist in Fruchtzucker enthalten. Auch Infusionen, die Fruchtzucker enthalten, sind schädlich.
Die Diagnose der meisten Arten von HFI erfolgt über einen Gentest, für den eine kleine Menge Blut entnommen wird.

Die Therapie der Fruktoseintoleranz

Während bei einer HFI die konsequente Vermeidung von Fruchtzucker Bedingung für die Erhaltung der Gesundheit ist, besteht bei einer Fruktose-Malabsorption eine gewisse Toleranz gegenüber Fruchtzucker. In beiden Fällen es wichtig zu wissen, welche Nahrungsmittel Fruchtzucker enthalten. Hier einige Beispiele:

• Diabetikerprodukte
• Fertigprodukte
• Früchte
• Gemüse
• Honig
• Marmelade
• Süßigkeiten

Noch mehr Tipps bei Fruktoseintoleranz

Für eine bekömmliche Ernährung gibt es noch weitere Hinweise, die für Betroffene von Fruktose-Malabsorption wissenswert sind:
Glucose: Sie verbessert die Aufnahme von Fruktose. Daher sollten Früchte und Gemüse bevorzugt werden, die mehr Glucose als Fruktose enthalten.

 

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Zeitpunkt: Werden fruchtzuckerhaltige Nahrungsmittel verzehrt, dann lieber nach einer Mahlzeit als davor. Dann sind sie bekömmlicher.
Ballaststoffe: Diese sind wichtig für die Verdauung. Wer an einer Fruktoseintoleranz leidet, verträgt jedoch Ballaststoffe nicht sehr gut. Daher ist es wichtig, nur kleine Mengen davon aufzunehmen. Kleie sollte ganz vermieden werden.

 

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