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Zöliakie und Ernährung

Zöliakie, die Unverträglichkeit von Klebereiweiß Gluten, ist eine chronische Erkrankung. Betroffene müssen Getreide wie Weizen, Hafer, Gerste, Dinkel und Roggen streng vermeiden.
Jeden kann die Glutenunverträglichkeit betreffen, auch im späteren Lebensalter. Die Anfälligkeit dafür ist vor allem erblich bedingt. Infektionen, Umwelteinflüsse und ein geschwächtes Immunsystem begünstigen das Auftreten der Erkrankung.
Mehr Deutsche als bisher angenommen, leiden an der Glutenunverräglichkeit. Man geht heute von 0,4 Prozent aus, das ist jeder 250. Deutsche. Das schreibt die Seite vebu.de.

Was bewirkt das Gluten?

Zöliakie betrifft die Verdauungsarbeit des Dünndarms. Bei einem Zöliakie-Patienten löst das Klebereiweiß Gluten eine chronische Entzündung der Schleimhaut im Dünndarm aus. Die Darmzotten werden zerstört. Als Folge davon kann der Darm nicht mehr die Nährstoffe aufnehmen, die der Körper benötigt. Mangelerscheinungen stellen sich ein.

Eine Reihe von Symptomen zeigen an, dass im Körper etwas „nicht stimmt“.

• Durchfall
• Eisenmangel
• Müdigkeit
• Schlafprobleme
• Depression
• Wesensveränderungen (Unzfriedenheit, Weinerlichkeit)
• verzögertes Wachstum bei Kindern

Jede Zöliakie-Erkrankung verläuft anders. Es gibt kein Leitsymptom. Deshalb bringt erst eine ärztliche Diagnostik die Gewissheit.

Abdigest

Diagnose der Zöliakie

Beim Verdacht auf Zöliakie wird der Arzt eine Blutuntersuchung vornehmen. Er prüft das Blut auf IgA-Antikörper und Endomysium-IgA-Antikörper. Der ermittelte Wert gibt den Hinweis auf das Vorliegen einer Zöliakie.
Weiterhin wird eine Dünndarmbiopsie vorgenommen. Seht die Diagnose fest, folgt die Umstellung der Ernährung. Das ist die einzige Therapie, die zur Zeit zur Verfügung steht.
Es heißt also,, ab jetzt konsequent alle glutenhaltigen Nahrungsmittel zu vermeiden. So kann sich allmählich der Darm erholen und den Körper wieder mit allen Nährstoffen versorgen.

Die Ernährung bei Zöliakie

Die Ernährung umzustellen, das ist erstmal eine tiefgreifende Änderung der Essgewohnheiten. Viele liebgewonnene Nahrungsmittel müssen nun vom Speiseplan gestrichen werden. Rezepturen werden umgestellt und Alternativen werden gesucht. Ein spezielles Siegel hilft dabei, glutenfreie Produkte leichter ausfindig zu machen.

Was dürfen Betroffene zu sich nehmen?

• Amarant
• Buchweizen
• Erdmandel
• Esskastanie
• Hirse
• Mais
• Quinoa
• Reis
• Soja
• Teff

Hinzu kommen speziell zubereitete Backwaren, Fertiggerichte und Getränke. Sie sind an dem schon erwähnten Siegel zu erkennen. Auch der Blick auf die Zutatenliste wird zu einer Gewohnheit werden.

Der Lohn der Mühe? Schon nach kurzer Zeit bilden sich die Beschwerden zurück und das Gesamtbefinden bessert sich!

 

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