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EU-genormtes Essen ab 2014

Neue EU-Normen: Individualität schwindet ab Dezember aus den Restaurant-Küchen

Ab Dezember 2014 wird sich Einiges auf den Speisekarten von Restaurants innerhalb der EU ändern. Denn 14 Lebensmittel, die Allergien auslösen können, müssen künftig auf allen Speisekarten aufgeführt werden. Durch die Bürokratie, die mit dieser Änderung der EU verbunden ist, werden Wirte in Zukunft verstärkt auf Fertigprodukte zurückgreifen müssen. Damit hat die globale Lebensmittelindustrie, die im Vorfeld für die Verordnung im höchsten Maße Lobbyarbeit betrieben hat, bekommen, was sie sich erhofft hat, wie die deutschen Wirtschafts-Nachrichten in einer Meldung berichteten.

Mehr Übersicht für Allergiker sorgt für Unverständnis bei den Gastwirten

Ein Beispiel für Österreich: Das Wiener-Schnitzel heißt in Zukunft Schnitzel à la Rompuy. Statt Boeuf Stroganoff gibt es Boeuf Barroso und die Salzberger Nockerln nennen sich von nun an Martin-Schulz-Klöße. Die EU greift ab Dezember 2014 mit neuen Normen flächendeckend in den Restaurantalltag ein. Insgesamt müssen 14 Lebensmittel, auf die häufig mit Allergien oder Unverträglichkeiten reagiert wird, gut sichtbar in Speisekarten aufgeführt werden. Dazu gehören unteranderem Milchprodukte und Eier, aber auch Nüsse, Senf oder gar Sellerie. Diese Lebensmittelinformationsverordnung der EU gilt für Imbissbuden genau so wie für Sterne Restaurants. Und auch für verpackte Lebensmittel gibt es neue Bestimmungen, was Menge, Ursprung oder Nährwerte angeht.

Bei den Gastwirten stößt diese neue Verordnung auf Unverständnis. Weder möchte man sich vorschreiben lassen, was auf der Karte zu stehen hat und wie man zu kochen hat, noch wird der zusätzlich Aufwand respektiert, der durch das Anpassen der Gerichte an die neuen EU-Normen aufkommt. Von nun an gilt es, sich streng an das Rezept zu halten. Ein zusätzlicher Löffel Sahne ist ebenso verboten, wie ein anderes Gewürz oder andere Abweichungen. Die Individualität könnte dadurch über kurz oder lang aus der Küche verschwinden und zunehmend Fertigprodukten den Weg in die Küchen der Restaurants ebnen. Von der Industrie wurde diese Verordnung sehr befürwortet.

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