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Reizdarmsyndrom

Das Reizdarmsyndrom

Keine andere Störung gibt häufiger Anlass, den Arzt aufzusuchen, als das Reizdarmsyndrom. Doch ausgerechnet diese am häufigsten diagnostizierte Magen-Darm-Krankheit wird in vielen Fällen falsch behandelt oder von Ärzten als geringfügige Störung fehlinterpretiert.

Reizmagen und Reizdarm – Umfangreiches Beschwerdebild beim Reizdarm

Ein Reizdarm verursacht vielfältige Symptome: Durchfall oder Verstopfung, nicht selten im Wechsel, dazu gesellen sich Übelkeit, Blähungen und Stuhlunregelmäßigkeiten. Ebenfalls typisch für einen Reizdarm ist ein subjektives Krankheitsgefühl, das von jedem Betroffenen individuell unterschiedlich wahrgenommen und geschildert wird. Funktionelle Beschwerden dieser Art beeinträchtigen das Allgemeinbefinden in erheblichem Maße und stellen eine enorme Einschränkung der Lebensqualität dar. Diese Erfahrung machen viele Millionen Menschen Tag für Tag.

Reizmagen und Reizdarm

Durchfallartige Störungen, Verstopfung, manchmal im Wechsel, Schmerzen, schnell einsetzender Stuhldrang, Blähungen, Bauchkrämpfe… Dies sind nur einige Beispiele für die Symptome eines klassischen Reizdarmsyndroms. Ist der Magen beteiligt, so stehen Sodbrennen, Völlegefühl, Übelkeit, Brechreiz oder auch Aufstoßen im Vordergrund. Doch trotz oder gerade wegen der vielen Symptome ist eine gesicherte Diagnose alles andere als einfach.

Wissenswertes zum Reizdarmsyndrom

Wussten Sie schon…

  • …dass jeder 2. Mensch mit Magen-Darm- Beschwerden unter einem Reizdarmsyndrom leidet?
  • …dass nur jeder vierte Betroffene einen Arzt aufsucht?
  • …dass Frauen häufiger (66%) als Männer (33%) unter einem Reizdarmsyndrom leiden?
  • …dass jeder dritte Betroffene sowohl Symptome von Reizmagen als auch Reizdarm verspürt?
  • …dass pro Jahr durch Krankschreibungen wegen Reizdarmsyndrom ein volkswirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe entsteht?
  • …dass das Reizdarmsyndrom am häufigsten in der Altersgruppe der 20 bis 50-jährigen auftritt?

Viele Gründe kommen in Frage

Man weiß mittlerweile, dass es eine Reihe krankheitsauslösender Faktoren gibt, welche bislang in der Therapie (wenn es eine gab) sträflich missachtet wurden: Ernährung, Arzneimittelkonsum, Essgewohnheiten, Lebensweise, Fett und Kohlenhydrate, Allergien, Alkohol, Koffein, Nikotin sowie längst abgeklungene Darminfektionen sind nur einige der zahlreichen Trigger, die eine funktionelle Magen-Darm-Störung begünstigen können.

Häufiger Auslöser ist eine falsche Ernährung

Wer beispielsweise regelmäßig – aber ohne es zu wissen – unverträgliche Nahrungsmittel zu sich nimmt und mit seiner Lebensweise die Zivilisationskrankheit Reizdarmsyndrom unterstützt, dem ist allein mit einer stressfreien Woche oder gar einer Psychotherapie nicht geholfen.

Typisch bei Reizdarm: Späte Diagnose, falsche Ratschläge

Doch nur langsam setzen sich die neuen Erkenntnisse auch bei den behandelnden Ärzten durch. Viel zu oft wird dem Patienten auch heute noch der Ratschlag erteilt, mit Hilfe einer Psychotherapie die vermeintliche Ursache seiner Beschwerden zu suchen. Dabei wäre eine ausführliche Ernährungsberatung und die Aufklärung über alle bekannten Auslöser des Reizdarmsyndroms viel wichtiger. Diese lassen sich aber kaum in einer kurzen Beratung unterbringen. Stattdessen ist gerade beim Reizdarm die Eigeninitiative des Patienten gefragt Aus: Reizdarm – Was wirklich dahinter steckt

Reizdarm – was wirklich dahinter steckt, TRIAS Verlag

Was ist eine Funktionelle Störung?

Reizmagen und Reizdarm sind die bekanntesten Vertreter der Funktionellen Störungen. Sie werden unter dem Begriff “Reizdarmsyndrom” zusammengefasst. Eine Funktionelle Störung zeichnet sich dadurch aus, dass ihnen keine organische Ursache nachgewiesen werden kann. Oder anders ausgedrückt: Der Arzt stellt die Diagnose Reizdarmsyndrom nur dann, wenn er keine andere, körperlich feststellbare Erkrankung nachweisen kann. Dieses Verfahren nennt man Ausschlussdiagnose.

Das Reizdarmsyndrom: Volkskrankheit Nr.1

Statistisch gesehen ereilt jeden zweiten Menschen im Laufe seines Lebens mindestens einmal eine funktionelle Magen-Darm-Störung, doch nur die wenigsten von ihnen werden kompetent über Therapiemöglichkeiten beraten. Was viele nicht wissen: Das Reizdarmsyndrom tritt oft gemeinsam mit Laktose-, Fructose- oder Histaminintoleranz auf.

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Den Ursachen des Reizdarmsyndroms auf der Spur

Als Auslöser einer Funktionellen Störung kommen viele Faktoren in Frage. Eine grundlegende Aufklärung über diese als “Trigger” bezeichneten Krankheitsauslöser ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Heilungsprozess. Bei langjährig Betroffenen wäre zur Abklärung aller Zusammenhänge die Zusammenarbeit von Ärzten, Ernährungsberatern und womöglich Psychotherapeuten erforderlich. Doch dies ist leider in der täglichen Praxis kaum möglich und daher die Ausnahme. Sämtliche am individuellen Krankheitsbild beteiligten Trigger müssen zunächst aufgespürt werden, um eine erfolgreiche Therapie einzuleiten. In vielen Fällen stellt sich bereits nach kurzer Zeit heraus, dass die wahren Ursachen nicht im Seelenleben des Betroffenen liegen, sondern durch eine Ernährungsumstellung oder andere, unproblematische Maßnahmen gelindert werden können. Aus: Reizdarm – Was wirklich dahinter steckt

Seelische Probleme bei Reizdarmsyndrom

Woher kommen die Beschwerden?

Viele Jahrzehnte machte man ausschließlich die Psyche für die Ausbildung funktioneller Störungen verantwortlich. Doch in den letzten Jahren untersuchte man die Krankheitsentstehung des Reizdarmsyndroms genauer und fand dabei eine Reihe von Faktoren, die zum Ausbruch dieser Zivilisationskrankheit führen. Man bezeichnet diese Faktoren als “Trigger”.

Ernährung und Reizdarm

Eine besondere Bedeutung hat dabei die Ernährung, insbesondere die sehr häufigen und meist unterschätzten Kohlenhydrat-Malabsorptionen wie Laktose- und Fruktose-Intoleranz sowie auch die Histamin-Intoleranz. Aber auch übermäßiger Fettkonsum, der durch das Abbauprodukt Glyzerinsäure durchfallartige Störungen provoziert, gilt als einer der wichtigsten Trigger des Reizdarmsyndroms.

Seelische Faktoren

Eine zumindest geringe Beteiligung der Psyche an der Entstehung eines Reizdarmsyndroms kann in vielen Fällen nicht geleugnet werden. Doch oftmals machen Patienten im Rahmen einer Therapie die Erfahrung, dass ihre seelischen Probleme eher Folge denn Ursache ihrer körperlichen Beschwerden sind. Medizinische Mittel zur Linderung der Beschwerden sind rar. Hilfe versprechen quellstoffhaltige Flohsamenschalen, die zur Stuhlregulierung von Fachärzten empfohlen werden. Auch hypnotische Verfahren zählen zu den offiziellen Therapieempfehlungen und können von Betroffenen problemlos angewandt werden.

Erfolgreiche Therapie des Reizdarmsyndroms

Die wenigsten Betroffenen wissen, welche Mengen an unverträglichen Substanzen sie täglich zu sich nehmen. Dass der durchschnittliche Fettverbrauch in Deutschland weit über den Empfehlungen der Gesundheitsorganisationen liegt, verdeutlicht die Problematik nur allzu sehr. Wussten Sie schon, dass auch Hülsenfrüchte enorme Verdauungsprobleme bereiten? Erbsen, Bohnen oder Linsen sollten daher vom Speiseplan zumindest während einer therapeutischen Diät verschwinden. Zitrusfrüchte begünstigen Magenbeschwerden genauso wie kohlensäurehaltige Getränke. Alkohol, Koffein, Nikotin setzen darüber hinaus Vorgänge im Körper in Gang, die der Reizdarmproblematik zuarbeiten.

Vorsicht bei Medikamenten

Leichtfertig verordnete Medikamente und chronisch verwendete Arzneien können ebenfalls großen Schaden im Verdauungstrakt anrichten. Dies gilt natürlich ganz besonders für die viel zu häufig verwendeten Antibiotika. Auch versteckte Nahrungsmittel-Allergien werden als Ursache eines Reizdarmsyndrom häufig übersehen, ebenso wie bereits abgeklungene Darminfektionen. Dies sind nur einige Beispiele für typische Reizdarm-Trigger, die bei einer Abklärung der Krankheit unbedingt berücksichtigt werden sollten.

Die Vier-Säulen-Therapie

Das Reizdarmsyndrom ist nach den Erkältungskrankheiten die am häufigsten diagnostizierte Krankheit in Deutschland. Jeder zweite Patient, der einen Gastroenterologen (Magen-Darm-Arzt) aufsucht, leidet darunter. Dass sich die Beschwerden funktioneller Störungen nicht durch Einzelmaßnahmen lindern lassen, weiß jeder, der es bereits auf diesem Wege versucht hat. Das Konzept zur Linderung der Reizdarmsymptomatik besteht vielmehr aus einer Kombination von Maßnahmen, die man als “Vier-Säulen-Therapie” bezeichnet. Die Kernpunkte dieses Therapieansatzes heißen Ernährungsumstellung, medikamentöse Unterstützung, seelische Hilfe sowie körperliche Fitness und Wellness. Aus: Reizdarm – Was wirklich dahinter steckt

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Die Vier-Säulen-Therapie beim Reizdarm

Die erste Säule: Diät

Die Diät ist die erste Säule in der Reizdarm-Therapie. Voraussetzung für ihren Erfolg ist natürlich eine umfangreiche Aufklärung, die in einer Arztpraxis schon allein aus zeitlichen Gründen kaum möglich ist. Wer darüber hinaus während einer 6-12-wöchigen Reizdarm-Diät seine Beschwerden zusätzlich mit Medikamenten lindern möchte, liegt damit auch nicht ganz falsch. Nach der Diät hilft der Einkaufsführer “Richtig einkaufen bei Magen-Darm-Beschwerden” bei der Zusammenstellung des Speiseplans.

Die zweite Säule: Aufbau der Darmflora

Die Wiederherstellung von gesunden Darmverhältnissen stellt die zweite wichtige Säule in der Gesamt-Therapie dar. Bewährt hat sich der Aufbau der Darmflora mit Aktivkulturen von Milchsäurebakterien, insbesondere Lactobacillus acidophillus und Bifibacterium, welche nicht nur bei Reizdarm, sondern auch bei Nahrungsmittel-Intoleranzen Linderung verschaffen. Ein weiterer Bestandteil der Therapie sind Präparate aus indischen Flohsamenschalen. Diese pflanzlichen Quellstoffe führen eine sanfte Linderung der Reizdarmbeschwerden herbei. Beide Methoden stellen eine rein pflanzliche Alternative zu chemischen Arzneimitteln dar. Ihre Wirksamkeit beim Reizdarm ist durch klinische Studien zweifelsfrei belegt.

Die dritte Säule: Seelische Komponenten klären

Die dritte Komponente einer erfolgreichen Heilung des Reizdarms ist die seelische Unterstützung. Hier bieten sich neben der klassischen Psychotherapie besonders die Hypnotherapie durch Tiefensuggestion an, die bequem mit Hilfe von Selbsthypnose-Programmen in den eigenen vier Wänden durchgeführt werden kann. Eine komplette Psychotherapie macht nur dann wirklich Sinn, wenn die Ursache Ihrer Beschwerden auch tatsächlich (zumindest zum Teil) in diesem Bereich zu suchen ist. Als Allheilmittel taugt das Gespräch mit einem geschulten Therapeuten auch beim Reizdarm auf keinen Fall.

Die vierte Säule: Fitness und Wellness

Die vierte Säule der Reizdarm-Therapie sind Fitness und Wellness. Hierzu gehören neben einer lebensbejahenden Einstellung und entsprechenden Lebensweise auch ein positives Körpergefühl, durch das bislang verborgene Energien freigesetzt werden. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sport und Entspannung ist der sicherste Weg, um die Tür zu einer beschwerdefreien Zeit aufzustoßen.

Empfehlungen bei Reizdarmsyndrom

Probiotische Keime sind ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Darmflora. Ist der Darm nicht ausreicht mit diesen besiedelt, zum Beispiel auf Grund von Darmstörungen oder der Einnahme von Antibiotika, so kommt es zu Problemen. Mit mehr als acht probiotischen Kulturen in hoher Anzahl hilft das Nahrungsergänzungs-Mittel Abdigest dabei, eine gesunde Darmflora zu erhalten. Abdigest ist speziell für Menschen mit Nahrungsmittel-Intoleranzen und eignet sich auch bei Lebensmittel-Allergien und gestresstem Darm und Magen.

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