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Mikroskopische Kolitis – Ursache rätselhafter Darmbeschwerden

Wer an häufigen Durchfällen, Bauchschmerzen und Blähungen leidet, glaubt oft an ein Reizdarmsyndrom oder an Unverträglichkeiten. Doch diese Beschwerden können auch andere Ursachen haben. Die DCCV (Deutsche Morbus Crohn /Colitis ulcerosa Vereinigung warnt: Hinter diesen Beschwerden kann auch die mikroskopische Kolitis stecken. Diese chronisch entzündliche Erkrankung des Dickdarms ist noch wenig bekannt. Der Darmexperten Prof. Ahmed Madisch behandelt zunehmend Patienten, die an mikroskopischer Kolitis leiden. Die Seite presseportal.de sprach mit ihm.

Die Symptome

Chronischer wässriger Durchfall, der mehrmals täglich auftritt, ist das Leitsymptom der mikroskopischen Kolitis. Die Durchfälle können sogar nachts auftreten, das schränkt die Lebensqualität der Betroffenen besonders stark ein. Dazu leiden die Patienten auch unter Bauchschmerzen.

Der größte Teil der Patienten sind Frauen, ihr Anteil beträgt fast 80 Prozent. Meist sind die Frauen über 50 Jahre alt. Allerdings können auch Männer und sogar Kinder betroffen sein. Die Erkrankung trifft mehr Raucher als Nichtraucher.

Mikroskopischen Kolitis – Die Diagnose

Die mikroskopische Kolitis wird durch eine Darmspiegelung diagnostiziert. Dabei werden aus der Darmschleimhaut Gewebeproben entnommen, die unter dem Mikroskop untersucht werden. Nur so kann die Erkrankung zweifelsfrei festgestellt werden. Als Behandlung steht eine medikamentöse Therapie zur Verfügung.

Von den über 50 Jahre alten Frauen, die unter chronischem Durchfall leiden, liegt bei etwa 10 Prozent eine mikroskopische Kolitis vor. Damit hat die Erkrankung dieselbe Häufigkeit wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Beides sind ebenfalls chronische entzündliche Darmerkrankungen, die allerdings häufiger bei jüngeren Menschen auftreten.

Die Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) e.V.

Die gemeinnützige Vereinigung ist ein Selbsthilfeverband für Menschen, die an einer entzündlichen Darmerkrankung leiden. Das betrifft in Deutschland mehr als 320.000 Menschen. Damit gehört die DCC zu den größten Patientenvereinigungen in Deutschland.

Der Verband begleitet Betroffene und ihre Angehörige, wenn es um Kontakte zu Ärzten, Kliniken, Kurkliniken und Selbsthilfegruppen geht. Außerdem berät der Verein Krankenkassen, die Rentenversicherung und Versorgungsämter.
Fragen zum Arbeits- und Sozialrecht sind ein weiteres Gebiet der Vereinsarbeit.
Auch in der Forschung wirkt der DCCV unterstützend mit.

 

Bild: ©-Martina-Berg-Fotolia.com

1 Kommentar

  1. Nur schon wenn ich die Symptome sehe kribbelt es wieder in meinem Bauch. Von Darmbeschwerden könnte ich ein Lied singen, bei mir war die Ursache schlussendlich der Blinddarm. Als der weg war waren auch die Beschwerden beinahe weg.

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