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Histamin-Intoelranz

Allergieähnliche Beschwerden und Histamin-Intoleranz

Histaminintoleranz – warum Allergiesymptome nicht immer Allergie bedeuten

Wer unter Allergiesymptomen leidet, aber keine Allergie zu diagnostizieren ist, leidet eventuell an einer Histamin-Intoleranz. Bei allein 40% aller Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist eine Histaminintoleranz der eigentliche Auslöser der Symptome. Dabei handelt es sich um Beschwerden, die von Allergie-Symptomen begleitet werden. Wie vol.at weiter berichtet, dass hierbei eine Ungleichheit zwischen der körpereigenen Histaminproduktion und der Histaminzufuhr über die Nahrung und dem Abbau besteht. Die Beschwerden können in Form einer laufende Nase bis zu asthmaähnlichen Symptomen, gastrointestinalen Beschwerden und Hautproblemen auftreten. Oftmals wird eine Allergie vermutet, doch dies kann sich als falsch erweisen. Da Histamin als Neurotransmitter und Gewebehormon dient, ist es wichtig für die Magensaftsekretion, Lernfähigkeit, Appetitkontrolle, Blutdruck-Regelung, Schlaf-Wach-Rhythmus, Immunmodulation und Wundheilung. Jedoch kann Histamin auch durch Nahrungsmittel wie alkoholische Getränke, Konserven, Fertignahrung, Käse und Fisch aufgenommen werden. Das wiederum kann ein Problem für manche Menschen darstellen, wenn die Balance des Histaminhaushaltes durcheinandergebracht wird.

80 Prozent betreffen die weibliche Bevölkerung

Es sollen 1 Prozent der Nation an Histaminintoleranz leiden, bei denen es sich zu etwa 80 Prozent um Frauen um das 40. Lebensjahr handelt. Stress und Entzündungen können die Histaminproduktion ankurbeln. Viele der Betroffenen haben das Problem, dass eine verminderte Produktion des Histaminabbauenden Enzyms Diaminooxidase (DAO) vorliegt. Der schlimmste Fall wäre, dass die Mastzellen eines Patienten mit Typ-1-Allergie (Pollen, Hausstaubmilbe, Tierhaare etc.), sobald sie mit einem dieser Stoffe kontaktiert werden Histamin ausschütten, aber gleichzeitig eine Histaminintoleranz besteht. Oft ist die Diagnose nicht einfach, da Laboruntersuchungen von Urin und Blut nicht zwingend aussagekräftig sind. Hilfreicher soll ein Beschwerde-Tagebuch sein, um festzustellen, bei welchen Lebensmitteln mit welchen Symptomen reagiert wird. So kann eine „Eliminationsdiät“ gestartet werden, bei der auf besonders histaminhaltige Lebensmittel verzichtet wird.

Versteckte Auslöser der Histaminintoleranz

Die „Übeltäter“ sind durchaus bekannt. Etwa 50 Prozent der Betroffenen reagieren besonders stark auf Alkohol. An zweiter Stelle mit 25 Prozent stehen die Käse-Konsumenten, hier gilt: je gereifter, desto mehr Histamin ist enthalten. Darauf folgt Schokolade (23 Prozent). Der Konsum sollte eingeschränkt oder vermieden werden. Andererseits können viele Arzneimittel Histaminintoleranten weitere Probleme bringen. So sind es viele Anästhetika, die hohe Mengen an Histamin freisetzen. Das Gleiche gilt für Opiate wie Codein, Morphin und eine Vielzahl von nicht-steroidalen Antirheumatika.

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