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Erhöhte Gefahr von Knochenbrüchen bei LI nachgewiesen

Bisher gab es widersprüchliche Ergebnisse, ob durch Laktose-Intoleranz und die daraus folgende Meidung von Milchprodukten auch eine Verminderung der Knochensubstanz und eine erhöhte Gefährdung für Knochenbrüche bedingt sein könnte.

Das Klinische Institut für Medizin und Chemische Labordiagnostik in Graz hat diesen Zusammenhang jetzt untersucht.
Ergebnis der Studie war, dass Personen mit angeborener primärer Laktoseintoleranz im Vergleich zu Personen mit normaler Laktoseverträglichkeit Milchprodukte meiden und darausfolgend eine geringere Kalziumzufuhr über Milchprodukte hatten. Personen mit genetischer Anlage für Laktose Intoleranz hatten eine um 7-10% geringere Knochendichte sowie eine deutlich erhöhte Inzidenz von schweren Knochenbrüchen. Dieses höhere Risiko trat interessanterweise auch bei jenen Personen auf, denen die eigene Milchzucker-Unverträglichkeit gar nicht bewusst war.

Fazit: Laktose (Milchzucker) ist ein sehr häufiger Nahrungsbestandteil. Personen mit erblichem Laktasemangel können Verdauungsbeschwerden, eine verminderte Knochendichte und erhöhte Knochenbruchgefährdung entwickeln. Diätetische Maßnahmen und/oder Nahrungssupplemente könnten dieses Problem relativ einfach beheben.

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