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Es lag nicht am Stress

Es begann im Sommer 2002. Ich war durch meine Arbeit sehr im Stress (Urlaubs- und Krankheitsvertretung kamen für mich dazu), so dass ich meinen Durchfall nicht wahr nahm. Meine Ärztin verschrieb mir Durchfalltabletten, die aber nicht halfen. Ich war schlapp, war ständig müde, die Knochen taten weh, ich fühlte mich total kaputt. Nach dem Essen hatte ich ein Völlegefühl, bald bekam ich Magenschmerzen dazu. Ich konnte immer weniger essen. Ich schob das alles auf den Stress, auf das schwül warme Wetter. Der Durchfall wurde schlimmer, jetzt hatte ich auch noch Darmkrämpfe. Vier Monate hielt ich das aus, dann konnte ich nicht mehr. Ich wurde krank geschrieben, nahm in drei Wochen 3 kg ab. Wollte nur noch Ruhe, mit niemanden reden, auch Besuch konnte ich nicht um mich haben.

In Absprache mit meiner Ärztin ging ich ins Krankenhaus. Da meinte man, dass eine Magen- und Darmgrippe zur Zeit im Umlauf sei. Wieder bekam ich diese Durchfalltabletten die wieder mal nicht halfen. Nun wollte man eine Magen – und Darmspiegelung machen. Ich bekam den ersten Liter zu trinken was zum Abführen sein sollte. Nach zehn Min. war mir so schlecht das ich mich hinlegen musste, trank den Rest aus. Ich fing an zu zittern, war kalt wie Eis. Kam an den Tropf wegen Flüssigkeitsmangel. Die Darmspiegelung wurde abgesetzt. Die Magenspiegelung wurde gemacht ohne etwas gefunden zu haben, die Blutuntersuchungen waren in Ordnung, Röntgen und Ultraschall ergaben genau so wenig. Und wieder hatte ich 1 kg abgenommen. Ich fühlte mich krank und man fand nichts, bekam Zweifel an mir selbst. Man schlug mir vor die Darmspiegelung doch zu machen, bekam zum Abführen ein anderes Mittel, das ganze zog sich über drei Tage hin. Bekam in der Zeit nur Brühe, auch eine Milchsuppe durfte ich. Von dem Abführmittel bekam ich am ganzen Körper Ausschlag, nun musste ich auch noch Allergietabletten nehmen. Auf die Milchsuppe reagierte ich sofort mit Durchfall. Die Darmspiegelung ergab auch wieder nichts.

Nun beschloss man einen H2 Atemtest zu machen weil ich auf Milch so heftig reagiert habe. Das war mein Glück, denn man stellte eine Lactose Intoleranz fest. Alle Medikamente die ich zuvor bekam, hätte man mir nicht geben dürfen, haben alle Lactose enthalten. Ich selbst hatte von dieser Krankheit noch nichts gehört. Auch mir sagte man zuerst im Krankenhaus dass ich seelisch und physisch nicht belastbar sei, sollte bei der Arbeit mal kürzer treten. Wenn nichts gefunden wird ist es einfach alles auf die Seele zu schieben, das bedaure ich sehr, denn man ist ja krank. LI ist nun mal eine versteckte Krankheit. Ich habe mein Essen umgestellt, seit dem geht es mir wieder richtig gut, gehe wieder arbeiten und mir macht auch alles wieder Spass. Ich würde mich wirklich sehr über die Beantwortung dieser Mail freuen und verbleibe mit den besten Grüßen

Birgit S.

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