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Gewichtszunahme

Fructoseintoleranz und Gewichtszunahme

Fruchtzucker verantwortlich für zunehmende Fettleibigkeit in den USA

Obst ist gesund. Und da das wichtigste Kohlenhydrat der meisten Obstsorten Fructose, oder auch Fruchtzucker, ist, gilt es ebenfalls als gesund. Da Fructose außerdem über eine enorme Süßkraft und einen niedrigen glykämischen Index verfügt, wird es sehr gerne bei der Herstellung von diätischen Produkten, Diabetiker-Lebensmitteln und anderen Nahrungsmitteln als Zuckerersatz verwendet. Die Fructose, die zu einem großen Teil aus Maisstärke hergestellt wird, führt jedoch, wird sie in großen Maßen verzehrt, zu Gicht, Fettleber und Diabetes. Das Resultat: Seitdem der „high fructose corn syrup“, kurz HFCS, in den 1980er Jahren den Rohrzucker (Saccharose) in den USA mehr oder weniger ersetzt hat, steigt die Anzahl der fettleibigen Menschen zunehmend an. Ein Zusammenhang lässt sich vermuten, wie die Deutsche-Apotheker-Zeitung in einer Meldung schrieb.

Fructose – Zucker mit vielen Nachteilen

Im Gegensatz zur Glucose verfügt die Fructose, zumindest vom physiologischen Standpunkt aus, über zahlreiche Nachteile. Anders wie der Glucosespeicher Glykogen gibt es für Fructose keinen vergleichbaren Speicher. Ihr Abbau verläuft völlig unkontrolliert, unabhängig vom tatsächlichen Bedarf. Die Abbauprodukte werden benötigt für die Triglyceriden-Synthese, die zu einem erhöhten Triglyceridspiegel führen kann. Auf Dauer hat das eine Fettlebererkrankung zu Folge, die normalerweise nur bei einem übermäßigen Alkoholgenuss erwartet wird. Zusätzlich wird durch den Fructoseabbau Phosphor verbraucht, wodurch der Harnsäurespiegel ebenfalls ansteigt. Die NO-Konzentration im Endothel hingegen sinkt. Das Gichtrisiko steigt und Symptome wie Bluthochdruck und Insulinresistenz treten auf. Es kann zu Diabetes mellitus Typ 2 kommen, einer Folgeerkrankung, die die Fructose als Zuckerersatz eigentlich verhindern sollte. Hinzu kommt, dass Fructose nicht sättigt und zum größten Teil in Fett umgewandelt wird.

Fructose-Intoleranz: Wenn zu viel Fructose in den Dickdarm gelangt

Normalerweise wird der Nahrung im Dünndarm Fructose entzogen. Geschieht dies nicht in ausreichendem Maße, gelangt zu viel Fructose in den Dickdarm. Leidet der Betroffene dann noch unter einer funktionellen Darmstörung, kommt es zu Blähungen und Schmerzen im Bauch, teilweise auch zu Durchfall. Gerade durch die zunehmende Menge an Fructose in den Nahrungsmitteln kommt es immer häufiger zu einer Fructose-Intoleranz. Diese muss aber nicht immer ein Leben lang bleiben, sondern kann in einigen Fällen auch gemindert oder gar vollständig geheilt werden.

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