Home / Aktuelle Meldungen / Wieviel Milchzucker wird vertragen?
Wie viel Milchzucker wird vertragen

Wieviel Milchzucker wird vertragen?

Diagnose: Laktoseintoleranz – was nun?

Auch bei einer bestätigten Laktoseunverträglichkeit, muss eine laktosefreie Diät nur dann eingehalten werden, wenn der Mangel an Laktase besonders ausgeprägt ist. In der Regel ist das Enzym noch geringfügig aktiv. Deshalb ist es wichtig, für jeden Patienten individuell zu ermitteln, wie viel Laktose er tatsächlich verträgt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) berichtete, dass eine dreiphasige Ernährungsumstellung in der Therapie zielführend ist. Bis zu 12 g Laktose als Einzeldosis lösten bei vielen Patienten noch keine Symptome aus und seien, zusammen mit Fetten und Proteinen in einer Mahlzeit, vielfach noch verträglich. Ist eine Krankheit der Grund für die Nahrungsmittelunverträglichkeit gegenüber Milchzucker, so muss diese ebenfalls therapiert werden, wie curado.de in einer Meldung erklärte.

Weg von den Symptomen der Laktoseintoleranz

Innerhalb einer Karenzphase bzw. Diätphase wird die Zufuhr von Laktose etwa zwei Wochen lang beschränkt, damit die Beschwerden abklingen können. Dies bedeutet, dass auf Milch und Milchprodukte verzichtet werden muss. Auch auf Molke, Pudding oder Speiseeis, Salatdressings, Milchreis, Suppen und andere Lebensmittel, für deren Herstellung Laktose genutzt wurde, sind in dieser Zeit von der Ernährung auszuschließen.

Es folgt das Austesten einer tolerierten Laktosemenge. Dazu wird die Menge an Laktose Schritt für Schritt erhöht. Der Test von Milch und Milchprodukten sollte innerhalb der Mahlzeiten erfolgen, zum Beispiel als Dessert, und das am besten verteilt auf bis zu drei Portionen am Tag. Es erfolgt ein fließender Übergang zwischen Testphase und Dauerernährung. Als Basis ist eine vollwertige Ernährung nach den Ernährungsempfehlungen der DGE anzusehen. Abhängig von der Verträglichkeit sollen die Empfehlungen für leichte Vollkost beachtet werden. Sie kommen den individuellen Ernährungsgewohnheiten entgegen, ohne dabei Beschwerden zu verursachen. Ein Symptomprotokoll und ein Ernährungstagebuch dienen als Grundlage der Ernährungsumstellung in drei Phasen. So werden mögliche Zusammenhänge zwischen den verzehrten Speisen und den auftretenden Beschwerden leichter erkenntlich. Auch Lebensmittellisten, die die Auswahl geeigneter Lebensmittel erleichtern, sind hilfreich. Bleibt eine deutliche Besserung der Beschwerden während der Ernährungsumstellung aus, so ist eine Differenzialdiagnostik sinnvoll.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung beibehalten

Neben anderen wichtigen Nährstoffen liefern Milchprodukte Kalzium. Können diese Produkte nur eingeschränkt genossen werden, muss die Kalziumzufuhr anderweitig ausgeglichen werden. Laktosefreie Milchprodukte sind ein guter Kalziumersatz. Zusätzlich gibt es Produkte, die mit Kalzium angereichert wurden. Eine Alternative stellt auch Käse dar. Hierbei hängt der Laktosegehalt vom Herstellungsprozess ab. Über nur wenig Laktose verfügen zum Beispiel Schnittkäse, Hart- und halb feste Schnittkäse. Sie werden meist ohne Beschwerden vertragen. Außerdem können Laktose spaltende Enzympräparate zur besseren Verträglichkeit von Laktoseprodukten beitragen. Diese werden entweder als Tabletten eingenommen oder den laktosehaltigen Lebensmitteln zugesetzt. Das sollte jedoch erst am Ende der Testphase ausprobiert werden, um die Umsetzung der Diät bzw. das Einschätzen von Diätfehlern nicht zu erschweren. Da es keine einheitlichen Aussagen zur Dosierung solcher Präparate gibt, muss die Dosierung ganz individuell an die Zusammensetzungen der Mahlzeiten angepasst werden.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Required fields are marked *

*