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Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten

Österreichische Radiosendung klärt auf

EU veröffentlicht neue Lebensmittelinformationsverordnung

In den letzten beiden Jahrzehnten ist die Anzahl von Betroffenen mit einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit stark angestiegen. Ende 2014 tritt in der EU eine neue Lebensmittelinformationsverordnung in Kraft. Künftig sollen sämtliche Zutaten und Verarbeitungshilfsstoffe, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen, auf verpackten und unverpackten Lebensmitteln deutlich deklariert werden. Der österreichische Radiosender Ö1 hat dem Thema Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten Ende Januar eine ganze Themensendung gewidmet. Unter diesem Link können zahlreiche Informationen zur Sendung abgerufen werden.

Der feine Unterschied: Lebensmittel-Allergie oder Nahrungsmittel-Unverträglichkeit?

Etwa jeder fünfte Österreicher hegt den Verdacht, auf bestimmte Lebensmittel allergisch zu reagieren. Allerdings: Nur etwa zwei bis fünf Prozent der Erwachsenen und fünf bis acht Prozent aller Kinder haben tatsächlich eine. Dabei sind Kinder meist von einer Kuhmilch- oder einer Hühnereiweiß-Allergie betroffen, während Erwachsene häufig Nuss- und sogenannte Kreuz-Allergien haben. Eine Nahrungsmittel-Allergie zeichnet sich dadurch aus, dass das Immunsystem in Kontakt mit bestimmten Substanzen Antikörper ausbildet. Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten treten viel öfter auf als Lebensmittel-Allergien. Meist kann ein bestimmter Bestandteil der Nahrung nicht richtig verdaut werden. Der Grund: Das für den Abbau verantwortliche Enzym ist gar nicht oder in zu geringen Mengen vorhanden. Beispiele hierfür stellen die Milchzucker-, die Fruchtzucker- und die Histamin-Unverträglichkeit dar. Bei der Zöliakie verhält es sich wieder anders: Das im Getreide enthaltene Klebereiweiß Gluten schädigt die Dünndarmschleimhaut.

Die breite Palette der Symptome

Welche Beschwerden bringen die Nahrungsmittel-Allergien und-Unverträglichkeiten mit sich?
➔ Allergien: Neben Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen, starken Hautreizungen, Asthma und Schnupfen führen Allergien oft zu Symptomen im Bereich des Mundes. Hier kommt es zur Bläschenbildungen, zu Juckreiz, Schwellungen, Entzündungen und Atemnot. Auch die Nasenschleimhaut kann Entzündungen aufweisen. Im schlimmsten Fall tritt ein tödlicher anaphylaktischer Schock ein.
➔ Zöliakie: Die Unverträglichkeit gegenüber Gluten äußert sich durch Gewichtsverlust, Magen-Darm-Beschwerden, schlechte Laune, Müdigkeit, Schwächezustände, Osteoporose und Fehlgeburten.
➔ Milch- und Fruchtzucker-Intoleranz: Hier treten hauptsächlich im Bereich des Magen-Darm-Systems Beschwerden auf.
➔ Histamin-Intoleranz: Die Histamin-Intoleranz geht mit Juckreiz, Schnupfen, Schwellungen im Gesicht, Herz-Kreislauf-Problemen und Atembeschwerden einher.

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