Home / Betroffenenberichte / Histaminintoleranz – Was ist denn das?

Histaminintoleranz – Was ist denn das?

Angefangen hat alles im Januar, als wir im Winterurlaub bei den Tschechen waren.

Es kribbelte und juckte unter den Armen und es bildeten sich großflächige rote Stellen. Nun gut, ich hatte ein anderes Deo mit als ich sonst benutzte und dachte, dass es bestimmt daran liegt. Aber falsch gedacht. Nach 2 Tagen bildeten sich auch unter dem Busen diese roten Flecken und nach und nach überall am Körper. Am unangenehmsten war dabei das ständige Kribbeln und der Juckreiz. Der Urlaub war dadurch natürlich getrübt und wieder zu Hause angekommen habe ich gleich einen Hautarzt aufgesucht. Tabletten und Salbe haben erst einmal gelindert, aber der Ausschlag (Nesselfieber) ist nicht wesentlich zurück gegangen. Es wurde mehrmals Blut abgezapft (negativ in Hinsicht auf eine Allergie) und Überweisungen zu anderen Ärzten (HNO, Zahnarzt, Gyn.) haben auch keine Befunde (evtl. entzündliche Herde) gebracht. Auch ein Wärme-Kälte-Druck-Test ist negativ ausgefallen.

Um jetzt irgendwelche Testreihen starten zu können, sollte mein Ausschlag weg sein, damit ein klares Ergebnis erzielt werden kann, bis vor wenigen Wochen hatte sich aber trotz Salbe nicht sehr viel gebessert. Zwischenzeitlich merkte ich auch selbst, dass es nach dem Genuss von einigen Sachen (Rotwein, Gewürzgurken, auch Weintrauben) wieder mehr juckte. Daraufhin und dass alle anderen Befunde negativ waren, tippte meine Hautärztin auf Histaminintoleranz. Was ist denn das? Davon hatte ich bis dahin noch gar nichts gehört. Nachdem meine Ärztin mir alles erklärt hatte, gab sie mir eine Liste mit Lebensmitteln, auf die ich erst mal verzichten sollte. Darauf standen natürlich Sachen, die ich bis dato immer fleißig und gerne gegessen habe: Salami, Räucherfisch, Rotwein, Tomaten, Spinat, Sauerkraut, Käse usw. und für mich am allerschlimmsten leider auch meine geliebte Schokolade! Das war klar, dass mein Ausschlag nicht weg gegangen ist – vorausgesetzt, es ist wirklich HIT. Zu Hause habe ich gleich im Internet nach diesem Begriff gesucht und bin u. a. auf diese Seite gestoßen, was mir sehr weiter geholfen hat. Ich war sehr erstaunt, dass es noch so viele andere Lebensmittel gibt, die auch Histamin beinhalten.

Ich habe mir selbst eine Liste aufgestellt und lasse konsequent diese Dinge aus. Jetzt nach ca. 4 Wochen kann ich sagen, dass meine Ärztin recht hatte. Ich fühle mich wesentlich wohler und der Ausschlag ist fast weg. Juchu!!! Nur hin und wieder kribbelt es noch irgendwo, aber ich kann nachts endlich wieder durchschlafen ohne vom Juckreiz geweckt zu werden. Erst mal will ich diese Diät weiter durchhalten und dann will ich nach und nach mal testen, ob ich einige Sachen wieder essen kann. Aber auf Rotwein werde ich wohl ganz verzichten, weil er die allerhöchsten Histaminwerte überhaupt hat. Das fällt mir jedoch nicht sonderlich schwer. Mit der Schokolade wäre das wie gesagt schon ganz anders.

Wer hat auch Histamin-Intoleranz und hat damit Erfahrung? Habe ich das nun lebenslänglich, oder die Chance, nach einer gewissen Zeit wieder alles essen zu können? Meine Ärztin meinte, dass es nicht selten vorkäme, dass nach einem solchen Ausbruch der Krankheit nachher wieder alles in Ordnung ist. Das wäre toll! Von einem Bluttest, bei dem HIT im Blut nachgewiesen werden kann, habe ich erst auf dieser Internetseite erfahren. Ich werde meine Ärztin demnächst daraufhin ansprechen.

Birgit

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Required fields are marked *

*