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Zucker – Feind oder Freund?

Die Deutschen haben einen hohen Zuckerkonsum: 35 Kilo pro Kopf. Und das, obwohl der Zucker gar nicht benötigt wird. Mit Brot, Nudeln oder Reis hat der Körper genug Energielieferanten im Essen, dass er diese Kohlenhydrate so aufspalten kann, dass Traubenzucker entsteht und langsam in die Blutbahn gelangt. Reiner Zucker hingegen gelangt schnell ins Blut, der Körper schüttet Insulin aus, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Das wiederum führt zu neuem Hunger, und der Mensch möchte mehr essen.

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Zuckerverbrauch verdreifacht

Zucker ist aber nicht nur gesund, er ist auch beteiligt an Erkrankungen. Er schadet den Zähnen, kann Diabetes verursachen und führt auch zu Fettleibigkeit. Es wird auch ein Zusammenhang von Zucker bei Krebserkrankungen oder bei Suchterkrankungen vermutet, berichtet Julia Richter im Bayerischen Fernsehen.

Zucker ist überall

Ernährungswissenschaftler sind alarmiert, denn unsere Gesellschaft wird an jeder Ecke mit Süßigkeiten konfrontiert, die im Laufe des Tages nebenbei verkonsumiert werden. Dabei handelt es sich um Kalorien ohne Nährstoffe. Bedenkenlos sind eine Hand voll Zucker pro Tag. Das bedeutet, dass ein Erwachsener mehr Zucker zu sich nehmen kann, als ein Kind. Beispiel: Ein Becher Früchtejoghurt enthält 6 Stück Zucker, ein Liter Cola enthält 40 Stück Zucker. Zucker, der vom Körper nicht benötigt wird, kann auch nicht verbrannt werden. Da er damit kein Energielieferant ist, wird er zu Fettdepots aufgebaut. Und hier kommt die Fettleibigkeit ins Spiel. Fettleibigkeit begünstigt wiederum Diabetes, Fettleber, Bluthochdruck oder Gicht. Softdrinks gehören zu den größten Zuckerfallen. Der Sättigungseffekt ist gering, der Gewöhnungseffekt hoch. Diese zuckerhaltigen Limonaden gehören zu den Kalorienbomben. Was nicht vermutet wird, aber der Tatsache entspricht: Zucker findet sich auch in Frischkäse, Salat-Dressing, würziger Salami oder Grillsaucen. Zucker dient der Lebensmittelindustrie als sogenannter Füllstoff. Hochwertige, ausgereifte Tomaten in einer Tomatensauce sind teurer als günstige Tomaten mit Zucker.

Zucker versteckt sich gern hinter Decknamen

Zucker verbirgt sich auch hinter Traubenzucker in einem Müsliriegel, Maltodextrin in Tütensuppen, Fruktose im Wasser, Invertzucker im Eis, Milchzucker in Milchprodukten, Dextrose in Chips. Zuckerfrei ist auch nicht die Bezeichnung dafür, dass kein Zucker enthalten ist, sondern bedeutet lediglich, dass kein zusätzlicher Haushaltszucker beigemengt wurde. Der Verbraucher wird hier getäuscht, da diverse andere Zucker in dem Produkt enthalten sind, die ebenso schädlich sind. Die früher als gesund vermutete Fruktose ist nach heutiger Erfahrung besonders schädlich. Sie fördert maßgeblich Übergewicht. Die künstliche Fruktose geht besonders schnell in die Zellen und wird rasant vestoffwechselt. Ebenso wird heute ein Zusammenhang zwischen Zucker und Krebs sehr kontrovers diskutiert. Bekannt ist, dass Krebs Zucker liebt und daher schnell verstoffwechselt. Bei einer Krebstherapie mit einer ketogenen Diät soll der Krebs buchstäblich ausgehungert werden. Alles in allem ist Zucker ein Genussmittel, das gefährliche Nebenwirkungen hat. Bei ausgewogener Ernährung ist Zucker in Maßen zu tolerieren, bei einer ausschließlichen Ernährung mit Fertigprodukten und Essen zwischendurch wird die Gewichtszunahme deutlich forciert.

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